Schulranzen Test – Ökotest Reportage
In der ZDF-Mediathek ist seit Kurzem ein neuer Film zu betrachten. In dem Film wird der Öko-Test 2010 der Stiftung Warentest näher unter die Lupe genommen. Im Gegensatz zum Test 2009 in welcher vorallem die Materialeigenschaften, die optische Warnwirkung und der tägliche Gebrauch verglichen wurden liegt hier der Fokus noch mehr auf den Inhaltsstoffen der Tornister.

Schulranzen im Ökotest unter die Lupe genommen
Interessant ist wie immer das Testergebnis: Gut abschnitten wird wieder einmal von den Allstars: Scout, DerDieDas Fliegengewicht und Schoolmood. Allerdings wurde hier diesmal nur die Höchstnote “Befriedigend” abgegeben.
Die Tester von Ökotest vergaben in der Bewertung fünfmal die Note mangelhaft, einmal sogar die Note ungenügend. Die vier Schulranzen “Sieger” sind mit befriedigend gewertet: Der “DerDieDas Fliegengewicht Space Monster“, der “School-Mood Timeless II Schulranzen Pink Karo“, der “Scout Easy II Black John” sowie der “Scout Nano Joy“.
Das Gewicht spielt eine Rolle
Hier streiten sich die Geister wieviel man nun einem Kind auf dem Rücken zumuten kann oder möchte. Das Eigengewicht eines Schulranzens wird jedoch jeden Tag mitgeschleppt und der Inhalt ist variabel. Optimieren sollte man daher an beiden Stellen und da ist es nunmal bei einem neuen Schulranzen einfacher drauf zu achten. Der DerDieDas Fliegengewicht hält was der Name verspricht und wiegt mit minimalen 900 Gramm auf der Waage. Mit 990 Gramm folgt der Wilde Kerle Schulranzen Big Light. Die anderen Modelle folgen mit maximal 1,5 Kilo.
Warum fallen die Bewertungen so negativ aus?
Bei dem Test wurden durchaus interessante Faktoren überprüft, wie zum Beispiel der 10 minütige Regentest, bei welchem eigentlich jeder Schulranzen dicht sein sollte sodass den teuren Schulbüchern und -Heften nichts zustößt. Oder aber ob die Polster und Gurte nicht zu hart und drückend sind und somit bei einem Tragen unangenehme Druckstellen bei den ABC-Schützen verursachen würden. Der Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den Inhaltsstoffen der Schulranzen, was bei Ökotest natürlich auch so sein sollte.
Die Tester fanden in allen Schulranzen kirtische Inhaltsstoffe wie Phtalate als Weichmacher, PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe, phosphororganische Verbindungen, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – viele davon sollen krebserzeugend sein. Fraglich bei dem Test ist jedoch wie diese Inhaltsstoffe Einfluss auf den Körper haben. In der Regel werden Schulranzen auf dem T-Shirt, einem Pullover oder einer Jacke getragen und nicht direkt auf der nackten Haut. Generell sollten jedoch weniger kritische Stoffe eingesetzt werden – da wird sich in der Zukunft sicherlich noch etwas tun.
Die leuchtenden Flächen – ein Dauerbrenner
Das ein Schulranzen mit genügend fluoreszierenden Flächen ausgestattet sein soll, ist eigentlich kein Geheimnis mehr. Trotzdem werden diese nicht zu Genüge bei den Tornistern vorgefunden. Jetzt im Sommer denkt man nicht sofort daran, wenn im Winter die Kinder jedoch früh zur Schule gehen und die Dämmerung noch nicht so weit fortgeschritten ist, dann braucht man gute Reflektoren. Nachrüsten ist angesagt.
Einen passenden Artikel zum Video gibt es außerdem auch noch auf der Seite vollekanne (ebenfalls zdf)
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Veröffentlicht: 28. April 2010 in Schulranzen.
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